Das Oberuferer Weihnachtsspiel ist Teil eines Zyklus von Spielen um biblische Ereignisse, sogenannten Mysterienspiele, wie sie im Mittelalter häufig waren. Das Paradeis-Spiel oder Christgeburt-Spiel werden alljährlich um die Weihnachtszeit von unseren Lehrern und mit der Schule verbundenen Menschen aufgeführt.

Die Aufführungen sind sehr volksnah geschrieben und in einem der donau-schwäbischen Dialekte in Reimen abgefasst. Es wird dabei viel gesungen (solo, aber auch im Chor). Typisch für Schauspiele dieser Art ist, dass auch die ernsthaftere Handlung teilweise mit recht derbem Humor durchsetzt ist. Dazu kommt die volksnahe Verlagerung des biblischen Weihnachtsgeschehens in eine bekannte Umwelt. So beklagen im Christgeburtsspiel die Hirten auf dem Feld sich über die klirrende Kälte, rutschen wiederholt auf dem gefrorenen Boden aus und versuchen, sich gegenseitig ihre Handschuhe zu stibitzen, wobei vernachlässigt wird, dass es an dem originalen Schauplatz der Geschichte, in Palästina, im Winter sicherlich nicht friert.