Ein Thema durchdringen – konzentriert, rhythmisch und interdisziplinär

Der Epochenunterricht ist eine unterrichtspraktische Besonderheit an der Waldorfschule. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinweg wird im täglichen Hauptunterricht, das heißt in den ersten beiden Zeitstunden des Tages, ein Gegenstandsbereich intensiv erarbeitet. Zu den Epochenfächern zählen Fächer wie Deutsch, Rechnen, Geschichte und Geometrie.

Die intensive Beschäftigung mit einem Thema über eine längere Periode hinweg ermöglicht es, dass die Schüler tief in das jeweilige Sachgebiet eintauchen und sich hiermit verbinden können. Das jeweilige Schwerpunktthema wird dabei interdisziplinär erschlossen, so dass etwa in der Geschichtsepoche, in der es um die Kultur der Griechen geht, auch antike Sagen behandelt werden.

Zwischen den Epochen ein und desselben Fachgebiets haben die Kinder Zeit, den Stoff zu verarbeiten. Kenntnisse wachsen in der Ruhephase zu Fähigkeiten heran und Unklarheiten können sich auflösen, wenn der Stoff nach dem Absinken ins Unbewusste mit der neuen Epoche wiederholt wird.